PV-Strom produzieren, nutzen und wirtschaftlich einordnen
Unternehmen können Solarstrom selbst nutzen, Überschüsse einspeisen oder lokal teilen. Entscheidend sind Anlagengrösse, Lastprofil, Netzanschluss und das passende Vergütungs- oder Gemeinschaftsmodell.
Überblick
Solar lohnt sich, wenn Technik und Wirtschaftlichkeit zusammenspielen
Bei Unternehmen beeinflussen Dachfläche, Verbrauch, Einspeisung, Speicher, EMS und mögliche Gemeinschaftsmodelle die beste Lösung.
Eine PV-Anlage kann Energiekosten senken, Eigenverbrauch stärken und überschüssigen Strom nutzbar machen. Für Unternehmen ist die Planung oft komplexer als bei kleineren Anlagen: Anschlussleistung, Netzkapazität, Messkonzept, Einspeiseleistung und Vergütungsmodell sollten früh geprüft werden. Je nach Standort und Ziel können Rückliefervergütung, dynamische Abnahmevergütung, vZEV oder LEG relevant sein.
Die wichtigsten Einstiege für Unternehmen – von Anmeldung und Einspeisung bis zu lokalen Stromgemeinschaften.
Wählen Sie den passenden Einstieg je nach Projektphase: Planung und Anmeldung, Vergütung von Überschussstrom oder Modelle, um lokal produzierten Solarstrom mit weiteren Verbrauchsstellen zu nutzen.
Anmelden
PV-Anlage korrekt anmelden
Vor Bau und Einspeisung müssen Anschluss, Einspeiseleistung, Messkonzept und technische Unterlagen geprüft werden. Gerade bei grösseren Anlagen lohnt sich eine frühe Abstimmung mit Ihrem Fachpartner.Anmeldeprozess ansehen
Einspeisen
Überschussstrom vergüten lassen
Wenn Ihre PV-Anlage mehr Strom produziert, als Ihr Betrieb gleichzeitig verbraucht, können Sie den Überschuss ins BKW Netz einspeisen. Relevant sind Leistungsklasse, Marktpreislogik und mögliche Mindestvergütung.Einspeisung einordnen
Dynamisch vergüten
Stündliche Marktpreise nutzen
Mit der Abnahmevergütung richtet sich die Vergütung nach dem stündlichen Spotmarktpreis. Das kann für Unternehmen mit grösseren PV-Anlagen, Speicher, EMS oder flexiblen Verbrauchern interessant sein.Abnahmevergütung prüfen
Netzanschluss und Einspeisung früh klären
Unternehmensanlagen haben häufig höhere Leistungen als typische Haushaltsanlagen. Deshalb sollte vor der Umsetzung geprüft werden, ob Anschluss und Verteilnetz die gewünschte Einspeisung ermöglichen und welche Messung nötig ist.
Strom gemeinsam nutzen
Solarstrom lokal teilen oder vermarkten
Für Areale, Gewerbeliegenschaften oder Standorte in räumlicher Nähe können vZEV oder LEG zusätzliche Möglichkeiten schaffen.
Nicht jeder Solarstrom muss direkt im eigenen Betrieb verbraucht oder vollständig ins Netz eingespeist werden. Je nach Netztopologie, Gemeindegrenze, Anschlussleistung und Organisation können Unternehmen lokal produzierten Strom mit weiteren Verbrauchsstellen teilen. Dabei unterscheiden sich Eigenverbrauchsmodelle wie vZEV von einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft, die das öffentliche Verteilnetz nutzt.