Damit Ihr Unternehmen Solarstrom einspeisen und vergüten lassen kann, muss die Anlage technisch angemeldet, geprüft und freigegeben werden.
Anmeldung und Freigabe
Der Prozess startet vor dem Bau der Anlage
Bei Unternehmen sind PV-Anlagen häufig grösser. Deshalb sollten Netzanschluss, Einspeiseleistung, Messkonzept und Vergütungsmodell früh geklärt werden.
Die Anmeldung läuft in der Regel über Ihren Fachpartner. Dieser reicht die technischen Unterlagen ein und koordiniert die notwendigen Schritte mit der BKW. Die BKW prüft, ob die gewünschte Anlage am bestehenden Anschluss betrieben und eingespeist werden kann. Erst nach Freigabe, Bau, Abnahme und Zähler-/Messkonzept kann überschüssiger Strom eingespeist und vergütet werden.
Anmeldeprozess
So melden Unternehmen ihre PV-Anlage an
Von der ersten Prüfung bis zur Vergütung: Die wichtigsten Schritte für Einspeisung und Abrechnung.
Der genaue Ablauf hängt von Anlagengrösse, Anschlussleistung, Messkonzept und gewünschtem Vergütungsmodell ab. Ihr Fachpartner begleitet die technische Anmeldung.
Anlage und Nutzung planen
Schritt 01
Anlage und Nutzung planen
Klären Sie mit Ihrem Fachpartner PV-Leistung, Eigenverbrauch, Einspeiseleistung, Batteriespeicher, EMS, Ladeinfrastruktur und gewünschtes Vergütungsmodell.
Technisches Anschlussgesuch einreichen
Schritt 02
Technisches Anschlussgesuch einreichen
Ihr Fachpartner reicht die notwendigen technischen Unterlagen ein. Die BKW prüft Anschluss, Einspeiseleistung und mögliche Auswirkungen auf Anschlussleitung und Verteilnetz.
Freigabe und allfällige Auflagen abwarten
Schritt 03
Freigabe und allfällige Auflagen abwarten
Falls Netz- oder Anschlussanpassungen nötig sind, informiert die BKW über die weiteren Schritte. Bei grösseren Anlagen kann sich der Zeitplan dadurch verlängern.
Anlage bauen und prüfen lassen
Schritt 04
Anlage bauen und prüfen lassen
Nach der Freigabe baut Ihr Fachpartner die Anlage. Vor der Inbetriebnahme werden Installation und Schutzkonzept geprüft und die nötigen Nachweise eingereicht.
Messung und Vergütung aktivieren
Schritt 05
Messung und Vergütung aktivieren
Nach Freigabe und korrekter Messung kann überschüssiger Strom eingespeist werden. Die Vergütung erfolgt gemäss gewähltem Modell, zum Beispiel Rückliefervergütung oder Abnahmevergütung.
Änderungen erneut melden
Schritt 06
Änderungen erneut melden
Wenn Sie die Anlage später erweitern, Speicher ergänzen oder die Einspeiseleistung ändern, muss der relevante Teil des Prozesses erneut geprüft werden.
Vergütung vorbereiten
Vergütungsmodell früh mitdenken
Die Anmeldung schafft die technische Grundlage. Welches Vergütungsmodell wirtschaftlich sinnvoll ist, sollte parallel geprüft werden.
Für Unternehmen können Rückliefervergütung, dynamische Abnahmevergütung, Herkunftsnachweise oder Zusammenschlussmodelle relevant sein. Besonders bei grösseren Anlagen mit Speicher oder EMS lohnt es sich, Eigenverbrauch, Einspeisezeiten und Abrechnung früh aufeinander abzustimmen.
Häufige Fragen
Fragen zur Anmeldung
Antworten zum Ablauf, zu Unterlagen und zur Vergütung.
Downloads
Unterlagen für Anmeldung und Einspeisung
Dokumente, die im Zusammenhang mit Einspeisung und Vergütung relevant sein können.
Welche Unterlagen im konkreten Projekt nötig sind, hängt von Anlage, Leistung und Anschluss ab. Ihr Fachpartner koordiniert die technische Einreichung.
Broschüre: Netzdienliche Einspeiseregelung – Was Anlagenbesitzerinnen wissen müssen