Unternehmen planen oft grössere PV-Anlagen mit höherer Anschlussleistung. Damit Einspeisung, Netzanschluss und Vergütung zusammenpassen, lohnt sich eine frühe technische und wirtschaftliche Einordnung.
Grössere Anlagen brauchen eine saubere Gesamtbetrachtung
Bei Unternehmen beeinflussen Dachfläche, Lastprofil, Anschlussleistung, Eigenverbrauch und Einspeiseleistung die Wirtschaftlichkeit.
Wenn Ihre PV-Anlage mehr Strom produziert, als Ihr Betrieb zeitgleich verbraucht, können Sie überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen. Vor allem bei grösseren Anlagen lohnt es sich, Netzkapazität, Messkonzept, Eigenverbrauch, mögliche Zusammenschlüsse und Vergütungsmodell früh zu prüfen. So vermeiden Sie Verzögerungen beim Anschluss und schaffen eine belastbare Grundlage für Investitionsentscheide.
Vergütungsmodelle
Welche Lösung passt zu Ihrer PV-Anlage?
Je nach Leistung, Verbrauchsprofil und Zielsetzung kommen unterschiedliche Modelle infrage.
Für Unternehmen ist nicht nur die Einspeisevergütung relevant. Oft ist der Eigenverbrauch wirtschaftlich besonders interessant; ergänzend können Rückliefervergütung, dynamische Abnahmevergütung, Herkunftsnachweise oder Modelle zum Teilen von Strom geprüft werden.
Rückliefervergütung
Überschussstrom an die BKW verkaufen
Strom, den Sie nicht selbst nutzen, kann ins BKW Netz eingespeist und gemäss Rückliefervergütung vergütet werden. Für grössere Anlagen sind Leistungsklasse und Marktpreislogik besonders wichtig.
Dynamische Abnahmevergütung
Stündliche Marktpreise nutzen
Bei geeigneten Anlagen kann eine dynamische, am stündlichen Strommarktpreis orientierte Vergütung interessant sein. Sie bildet den Wert der Einspeisung genauer ab und sollte in der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt werden.
Herkunftsnachweise
Ökologischen Mehrwert vermarkten
Für jede produzierte Kilowattstunde kann ein Herkunftsnachweis ausgestellt werden. Je nach Anlage und Vermarktungsstrategie kann das den wirtschaftlichen Nutzen ergänzen.
Strom teilen
Eigenverbrauch über mehrere Parteien
Bei Arealen, Gewerbeliegenschaften oder gemischt genutzten Gebäuden können Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch oder virtuelle Modelle relevant sein, um lokal produzierten Strom besser zu nutzen.
Netzkapazität früh klären
Grössere PV-Anlagen speisen häufig deutlich mehr Leistung ein als typische Haushaltsanlagen. Deshalb muss geprüft werden, ob der bestehende Netzanschluss und die vorgelagerte Netzinfrastruktur die gewünschte Einspeisung ermöglichen. Falls Ausbaumassnahmen nötig sind, kann sich der Zeitplan verlängern.
Vorgehen
Von der Planung bis zur Vergütung
Für Unternehmen empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen mit Fachpartner, Netzprüfung und wirtschaftlicher Modellwahl.
Ihr Fachpartner reicht die nötigen technischen Unterlagen ein. Die BKW prüft Anschluss, Einspeiseleistung und allfällige Netzausbauten. Parallel sollten Eigenverbrauch, Lastmanagement, Speicheroptionen, Zusammenschlussmodelle, Herkunftsnachweise und Förderprogramme wie Einmalvergütung, kantonale oder kommunale Förderungen in der Investitionsrechnung berücksichtigt werden.
Häufige Fragen
Fragen zu Einspeisung und Vergütung
Die wichtigsten Punkte für Unternehmen mit grösseren PV-Anlagen.
Downloads
Unterlagen zur Einspeisung
Dokumente und Informationen rund um netzdienliche Einspeisung und Rückliefervergütung.
Für Unternehmen mit grösseren PV-Anlagen sind insbesondere Einspeiseregelung, Rückliefervergütung und aktuelle Preisblätter relevant.
Broschüre: Netzdienliche Einspeiseregelung – Was Anlagenbesitzerinnen wissen müssen