Wer eine PV-Anlage betreibt, produziert oft mehr Strom als selbst verbraucht werden kann. Diesen Überschuss können Sie mit Nachbarinnen und Nachbarn teilen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. In der Schweiz gibt es dafür drei Modelle.
ZEV, vZEV und LEG verfolgen dasselbe Ziel: Solarstrom dort nutzen, wo er produziert wird.
Welches Modell passt, hängt davon ab, wo die Teilnehmenden angeschlossen sind, ob das öffentliche Netz genutzt wird und wie Abrechnung und Verantwortung organisiert werden.
ZEV
Strom im Gebäude oder über private Leitungen teilen
Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch eignet sich, wenn mehrere Parteien lokal produzierten Strom innerhalb eines Gebäudes oder über private Leitungen gemeinsam nutzen.ZEV ansehen
vZEV
Solarstrom virtuell über Gebäudegrenzen nutzen
Ein virtueller ZEV verbindet Teilnehmende je nach Anschlusssituation über die Anschlussleitung und rechnet Stromflüsse über Smart Meter virtuell ab.vZEV prüfen
LEG
Solarstrom im Quartier oder in der Gemeinde handeln
Eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft ermöglicht ab 2026 den Kauf und Verkauf von lokal produziertem Solarstrom über das öffentliche Verteilnetz.LEG kennenlernen
Expertentalk
Solarstrom lokal teilen: Was bedeutet das?
Gemeinschaftlicher Eigenverbrauch und lokale Stromgemeinschaften machen Solarstrom in der Nachbarschaft nutzbar.
Alle drei Modelle unterstützen die lokale Nutzung von selbst produziertem Strom. Je besser Produktion und Verbrauch zeitlich zusammenpassen, desto stärker profitieren die Beteiligten.
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ZEV, vZEV und LEG
Die drei Modelle, Strom in der Nachbarschaft zu teilen
ZEV, vZEV und LEG unterscheiden sich in Reichweite, technischen Voraussetzungen und Abrechnungslogik. Welches Modell in Frage kommt, hängt davon ab, wo die Teilnehmenden wohnen und wie das Netz vor Ort aufgebaut ist.
Starten Sie mit der Frage, wie nahe Produzent:innen und Verbraucher:innen technisch zusammenliegen. Innerhalb eines Gebäudes oder mit privaten Leitungen kommt ein ZEV infrage. Bei passenden Anschlussverhältnissen über Gebäudegrenzen hinweg kann ein vZEV möglich sein. Für einen grösseren lokalen Marktplatz über das öffentliche Netz ist die LEG das passende Modell.
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Prüfen Sie, welches Modell zu Ihnen passt.
Diese Seite hilft Ihnen bei der Einordnung, ob ein ZEV, vZEV oder eine LEG für Sie in Frage kommt. Vertiefende Informationen finden Sie auf lokalerstrom.ch.
Zu lokalerstrom.ch
Zu lokalerstrom.ch
Strom teilen, mehrfach profitieren
Warum sich das Teilen von Solarstrom über ZEV, vZEV oder LEG lohnt
Reduzierte Kosten
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Reduzierte Kosten
Teilnehmende zahlen für lokal geteilten Strom keine oder reduzierte Netznutzungsgebühren. Eine höhere Eigenverbrauchsquote verbessert zudem die Wirtschaftlichkeit Ihrer PV-Anlage.
Ökologische Aspekte
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Ökologische Aspekte
Lokal erzeugter Strom wird lokal verbraucht. Das stärkt erneuerbare Energien im direkten Umfeld und reduziert Transportverluste im Netz.
Gemeinschaftliche Dimension
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Gemeinschaftliche Dimension
Nachbarinnen und Nachbarn, Mitbewohnende oder ganze Quartiere nutzen gemeinsam vorhandene Ressourcen. Für Gemeinden schafft das eine Grundlage für lokale Energieversorgung.
Stromüberschuss anders nutzen
Alternativen zum Teilen von Strom
Wenn Sie Ihren überschüssigen Strom nicht mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn teilen möchten, haben Sie folgende Alternativen:
Eigenverbrauch optimieren
Entweder Sie erhöhen Ihren Eigenverbrauch, indem Sie Ihre Verbrauchsgeräte (z.B. Boiler, Abwaschmaschine oder Ladestation) im Tagesverlauf dann einplanen, wenn am meisten Strom produziert wird.
Ins öffentliche Netz einspeisen
Oder Sie speisen den Strom ins öffentliche Stromnetz ein und geben ihn an die BKW ab oder profitieren von anderen Förderprogrammen unabhängig vom Netzbetreiber.Mehr zu den Vergütungsmodellen